Und was kommt nach der Kartoffelsuppe und den Rouladen?
Nach der gestrigen Bürgersprechstunde bleibt ein „gut bürgerlicher“ Nachgeschmack, betrachtet man die Reaktionen im Social Web.
Neben der Ankündigung die Mehrwertsteuer nicht zu erhöhen und der Beschwichtigung den Tiefstand der Krise erreicht zu haben, bleiben vor allem die Kochkünste der Kanzlerin hängen, wie unsere aktuelle Wahlradar-Analyse von über 3.000 Blogs und Websites ergab.
Spannend ist vor allem die Bewertung dieses Ergebnisses. Einerseits ist es dramatisch, dass eine Kanzlerin auf ihre Kochkünste reduziert wird und die vielen politischen Themen nicht gehört, wahrgenommen oder im Social Web diskutiert werden (oder zumindest nur vereinzelt). Aber andererseits ist es gerade das, was viele Menschen an einer Politikerin bzw. einem Politiker mögen und schätzen. Es menschelt und schließlich wählen Menschen einen anderen Menschen, keinen Technokraten und Politikingenieur.
Einen großen Gewinner hatte das gestrige „town hall meeting“ nach amerikanischem Vorbild allemal: Twitter. Es zwitschert mächtig, zeitnah und kontrovers. Ein optimales Spielfeld für den virtuellen, politischen Schlagabtausch, den vor allem die „Jungen“ der verschiedenen Parteien (Jusos, Julis, Junge Union, etc) nutzen.
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